Text-Bild-Ansicht Band 316

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(Fig. 58) wird durch Vermittelung entsprechender Versatzräder a (Fig. 68) und durch Winkelräder die Schnecken-Welle b bethätigt, die in das Schneckenrad c eingreift, welches auf der Spindel d lose geht, während die Griffkurbel f mit Federstift g auf diese Spindel d aufgekeilt ist. Nun wird an die Rückseite des Schneckenrades c eine den Bedürfnissen angepasste Teilscheibe h aufgeschraubt, welche bei eingelegtem Federstift g die erforderliche Verkuppelung des von der geradlinigen Tischbewegung abgeleiteten Triebwerkes mit der Spindel d bildet und als resultierende Bewegung den Schraubengang abgibt. Da selbstverständlich die Teilschaltung nur während der Tischbewegungspausen erfolgt, so bietet unter allen Umständen das Schneckenradtriebwerk einen zureichenden Widerstand, um bei ausgelöstem Federstift g die Kurbel f mit der Spindel d um die gewünschte Teilung relativ gegen das Schneckenrad c verdrehen zu können.

Textabbildung Bd. 316, S. 463

Um aber trotz dieser zwangläufigen Verbindung die Möglichkeit einer kleinen Relativverdrehung des Teilwerkes bezw. des Werkstückes gegen das Schleifrad zu erreichen, ist eine kleine achsiale Verschiebung der Schnecke b gegen das Teilrad c dadurch vorgesehen, dass die hohle Schneckenspindel in einer Lagerbüchse i gehalten ist, die sich in den Spindelstockkörper k einschraubt. Dieses wird durch eine aufgekeilte Griffscheibe l besorgt, die ausserdem durch den Federstift m gegen Drehung versichert ist.

Soll aber die Teilkopfspindel d ausserdem noch Winkelstellungen ermöglichen, so muss der Lagerkörper k (Fig. 69 und 66) als Schwinge ausgebildet sein, welche in einem Grundkörper n lagert. Zur Uebertragung der Tischbewegung auf die Schneckenspindel b genügt bei dieser Anordnung der Versatzräder a nicht mehr ein einziges Winkelradpaar wie beim festen Teilkopf (Fig. 68), sondern es müsste noch ein zweites Paar eingeschaltet werden, welchesbei gleicher Radgrösse als Vierradsystem ausgebildet sein kann. Das erste Winkelrad o ist als Doppelrad ausgeführt, greift mit dem oberen Teil gleichzeitig in das auf dem Schwingbolzen p lose gehende Winkelrad q ein, welches wieder das Rad s und damit zugleich die Schneckenspindel b treibt.

Auch hier wird zum Zwecke einer relativen Verdrehung der Teilspindel gegen die Anfangsstellung des Werkstückes an der Schleifscheibe, die Schnecke b durch Drehung ihrer Lagerbüchse i mittels Griffscheibe l achsial gegen das Schneckenrad c verschoben.

Textabbildung Bd. 316, S. 463
Textabbildung Bd. 316, S. 463

Bei diesem Teilkopf ist die Stellkurbel v (Fig. 66) als Schwinge ausgeführt, welche um einen Zapfen w des Nabenstückes ausschlägt und durch eine Blattfeder x im Verschluss gehalten wird.

(Schluss folgt.)

Neuerungen an Trambahngeleisen.

Französische Fachblätter sprechen viel und günstig von den Leon Francq'schen Rillenschienen für Trambahngeleise. Es sind dies, wie die Fig. 1 bis 3 ersehen lassen, Zwillingsschienen, d.h. sie bestehen aus zwei parallel nebeneinander gelegten 10 m langen Gegenschienen P und Q, die in Abständen von 2 zu 2 m durch Flacheisen F (Fig. 1), welche rechts wie links, nach vorn und rückwärts, zusammengenommen also mit vier aus Winkelblechen w hergestellten Flanschen versehen sind, sowohl untereinander als mit dem zweiten Schienenstrang des Geleises in steiferVerbindung stehen. Die Verbindung zwischen jedem Schienenstrang PQ und den beiden Winkeln w geschieht mittels vier Schraubenbolzen b und einer gewalzten, 360 mm langen Zwischenlasche Z. Je nach Belieben und Bedürfnis kann der Schienenstoss gleich mit einer der Querverbindungen des Geleises zusammengelegt oder getrennt für sich ausgeführt werden. Francq selber zieht es vor, sowohl aus wirtschaftlichen Gründen als um die Schwächung der Schienenstege durch weitere 4 oder 6 Bolzenlöcher zu ersparen, den Schienenstoss regelmässig mit dem mittleren