Text-Bild-Ansicht Band 316

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Beobachtung der Temperaturen.



Nr.
Vorversuch Hauptversuch Nachversuch

Ablesung

Diff.

Ablesung
Korr.-
Ablesung

Ablesung

Diff.
τ v t t τ' v'
1
2
3
4
5
22,010
22,005
22,00
22,00
22,00

0,005
0,005
0,000
0,000
22,000
22,960
24,320
24,630
24,650
21,960



24,630
24,640
24,630
24,620
24,610
24,600

0,01
0,01
0,01
0,01
Diff. 2,670°
Sa. 110,015 0,010 123,100 0,040
Mittel 22,003 0,002 24,620 0,008

Temperaturkorrektion

v – v' = – 0,002 + 0,008 = 0,006°
=
= 0,107°
= 93,91°
τ' – τ = 24,62 – 22,003 = 2,617°
=
= 23,295°
= 5 . 22,003 = 110,015°
(n – 1)v = 4 . 0,002 = 0,008°

Korrektion =

(0,107 + 23,295 + 93,91 – 110,015) – 0,008 = 0,00873°

Temperaturerhöhung somit:

2,670 + 0,0087 = 2,6787°

Gesamte entwickelte Wärme:

2950 . 2,6787 = 7902 W.-E.

Von dieser gesamten Wärmeentwickelung sind abzurechnen:

a) für Eisen 0,0342 . 1600 = 55 W.-E.
b) „ Säurebildung = 10 „
c) „ Wasserbildung
Gewicht der Chlorcalcium-
vorlage vor dem Versuch

115,233 g
Gewicht der Chlorcalcium-
vorlage nach dem Versuch

115,832 g
––––––––
Gewicht des Gesamtwassers 0,599 g
„ „ Wassers aus
zugeführtem Sauerstoff

0,010 g
––––––––
Gewicht des Wassers aus
der Kohle

0,589 g
0,589 g = 58,3 % von 1,01 g ver-
brannter Substanz und entspricht
58,3 . 6


= 350 W.-E.
Wärmemenge aus 1,010 g Kohle
= 7902 – (55 + 10 + 350) = 7487 W.-E.
Heizwert

Die Kohle wurde in lufttrockenem Zustand analysiert.

Angefügt sei noch, dass durch Einleiten der Gase hinter der Chlorcalciumvorlage in einen Kaliapparat eine direkte Kohlenstoffbestimmung und durch weitere Manipulationen Kontrollelementaranalyse aus der Bombe heraus gemacht werden kann.

Reibungsverluste von Vorgelegen.

Von Ingenieur S. Hahn.

Bei der Bestimmung von elektrischen Verlusten in Kraftübertragungsanlagen ist es gebräuchlich geworden, nur diese zu berücksichtigen, obwohl die Arbeitsmaschinen häufig nicht direkt von Elektromotoren angetrieben werden, sondern der Antrieb häufig mittels Vorgelegen stattfindet. Es sollen nun an dieser Stelle die hierdurch entstehenden Verluste berechnet und ein Vergleich zwischen direkten und indirektem Antrieb angestellt werden.

Zur Bestimmung der Reibungsverluste eines Vorgeleges sind sieben Rechnungen auszuführen, und zwar die Bestimmung der Riemengeschwindigkeiten, Umfangskräfte, Spannungen, Lagerdrucke, Reibungswiderstände, Verluste durch Riemengleitung und der Totalverluste.

Die Eigengewichte der Riemenscheiben, Riemen und Wellen sollen als bekannt angenommen werden, da diese am besten durch Abwiegen zu bestimmen sind. Die Verschiedenheit der Wölbungen, Anzahl, Arme der Riemenscheiben u.s.w., gestatten auch nicht, eine einzige Gleichung für alle vorkommenden Fälle aufzustellen.

In folgenden Gleichungen bezeichnet D den äusseren Durchmesser der Riemenscheiben in m, n die Tourenzahl der Welle pro Minute, v die Riemengeschwindigkeit in m pro Sekunde, N die zu übertragende Kraft in PS, P die am Umfang der Riemenscheibe wirkende Kraft in kg, G das Gewicht der Riemenscheiben, g das Gewicht der Riemen, S die Totalspannungen in kg, g' das Gewicht und l' die Länge der Welle, L die Lagerdrucke, l die Entfernungen der Riemenscheibenachsen von dem Mittelpunkte der Lager, W die Reibungswiderstände, V die Verluste durch Riemengleiten und die totalen Verluste, so hat man ganz allgemein für die

Riemengeschwindigkeiten
1)
Umfangskräfte
2)
Totalspannungen etwa
3)
Lagerdrucke
4)
Reibungswiderstände
5)
Verluste durch Riemengleiten etwa
oder 2 % von N
6)

Hierin bezeichnet noch μ den Reibungskoeffizienten, und ist derselbe für gut geschmierte Transmissionswellen auf Gussschalen nach Morin, als Höchstwert etwa 0,03.

Für alle Fälle ist dieser Koeffizient natürlich nicht anzuwenden, da derselbe eine gute Lagerschmierung bedingt. Immerhin dürfte diese Angabe genügen zur Bestimmung eines angenäherten Verlustes. Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass derselbe annähernd proportional der Tourenzahl steigt und gleichfalls fast proportional bei geringerem Flächendruck fällt. Der angegebene Koeffizient ist für 5 kg Flächendruck gültig und beträgt für 10 kg etwa 0,022, für 15 kg fast 0,02.

An Hand eines Beispieles sollen nun die Verluste bestimmt werden.

In einer Maschinenfabrik werden zwei Arbeitsmaschinen von einem gemeinsamen Vorgelege angetrieben. Die erste Maschine benötigt etwa 20 PS, die zweite dagegen nur 10 PS. Die Disposition sowie die gewählten Dimensionen des Vorgeleges sind aus der nebenstehenden Skizze ersichtlich. Es soll nun berechnet werden, ob es nicht vorteilhafter