Text-Bild-Ansicht Band 316

Bild:
<< vorherige Seite

annäherungsweise den in Fig. 11 dargestellten Verlauf und war der mit a1 bezeichnete Kaum mit hohen Gebäuden erfüllt, durch welche die Möglichkeit einer direkten Wirkung durch die Luft nahezu ausgeschlossen erschien.

Textabbildung Bd. 316, S. 792

Dadurch jedoch, dass die Versuche längs des ganzen Wassergrabens bis zur letzten Ecke gut gelangen, die Wirkung aber sofort beträchtlich abnahm, wenn die Auffangdrähte in das mit der Hauptwassermasse nur durch einen wenige Centimetertiefen meterbreiten Wassergraben in Verbindung stehende Bassin e verlegt wurden, ergibt sich mit Gewissheit, dass die Uebertragung nur durch das Wasser stattfand, weil sonst bei direkter Uebertragung durch die Luft die geringe Entfernungsdifferenz keinen Einfluss auszuüben vermocht hätte.

Dass Induktionswirkungen im Sinne der Preece'schen Versuche ausgeschlossen sind, wird dadurch erwiesen, dass die gegenseitige Lage der in das Wasser versenkten Gebe- und Empfangsdrähte auf die Empfindlichkeit der Uebertragung keinen Einfluss ausübt, während dies bei einer rein induktiven Uebertragung, insbesondere dann, wenn die gegenseitige Lage der direkten Verbindungslinie der beiden Gebedrähte zur Verbindungslinie der Empfangsdrähte die Senkrechte wäre, nicht der Fall sein könnte, und bei der letzteren extremen Annahme eine Zeichenübertragung überhaupt unmöglich werden müsste.

Wenn nun auch diese Versuche ein sowohl theoretisch als praktisch wertvolles Ergebnis brachten, wurden dieselben doch vorläufig nicht zum Abschluss gebracht, indem sich der Experimentator auf Grund der bereits erläuterten Unzulänglichkeiten des Marconi'schen Senders diesem vorläufig mehr Erfolg versprechenden Gegenstande zugewendet hat.

(Schluss folgt.)

Der elektromotorische Antrieb von Pumpen und Wasserhaltungen.

Von Ingenieur Siegfried Hahn.

(Fortsetzung von S. 777 d. Bd.)

Mehrere Firmen wählen anstatt einer geteilten Fundamentplatte eine einzige, auf welcher auch die Aufstellung des Motors stattfinden kann, oder aber wählen wenigstens eine gemeinsame Grundplatte für den rotierenden Teil der Pumpe und den Motor. Die Pumpen werden vielfach als liegende vierfachwirkende Zwillingsplungerpumpe mit innenliegenden Plungerstopfbüchsen konstruiert. Die Pumpenwelle ist dreifach gelagert und wird durch ein Zahnradvorgelege angetrieben. Das Motorritzel überträgt die Motorbewegung auf dem Zahnrad des Vorgeleges. Auf der Welle dieses Zahnrades sitzt ein kleineres Rad, welches die Antriebskraft nach dem auf die Pumpenwelle gekeilten Zahnrad überträgt. Diese Anordnung ist wohl die denkbar einfachste und leicht übersichtliche. Diese Art Pumpen dienen meistens zur Förderung grosser Wassermengen bei mittleren Förderhöhen. Bei einer ähnlichen Anordnung sind die rotierenden und gleitenden Teile auf einer gemeinsamen Fundamentplatte montiert, und ein Schwungrad hinzugefügt. Derartige vierfachwirkende Plungerpumpen besitzen ein doppeltes Rädervorgelege und dienen für allgemeine Zwecke, wobei aber die Förderhöhe bei etwa 100 m begrenzt ist. Die Pumpen sind meistens mit zwei Doppelplungern und im Cylinder liegenden Stopfbüchsen, welche bequem erreicht und verpackt werden können, ausgestattet. Die Ventile sind als Tellerventile und werden nach Verwendung der Pumpe entweder ganz von Rotguss oder mit Leder bezw. Gummibesatz angefertigt. Die Kurbeln der Hauptwelle sind um 90° versetzt und wird hierdurch eine gleichmässige Wassergeschwindigkeit in der Saug- und Druckleitung,sowie ruhiger, stossfreier Gang und günstige Beanspruchung des Motors erzielt. Die grösseren Pumpen haben cylindrisch gebohrte Kreuzkopfgeradführungen.

Textabbildung Bd. 316, S. 792

Am meisten verwendet man sie als unterirdische Wasserhaltungsmaschinen in Bergwerken für Leistungen bis zu 360 cbm pro Stunde und 300 m Förderhöhe, als Wasserwerkspumpen für Städte und Gemeinden, als Feuerlöschpumpen und hydraulische Presspumpen. Für grosse Förderhöhen