Text-Bild-Ansicht Band 316

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und weil km parallel zu BC ist, so ist km der geometrische Ort aller Pole von Seilecken, welche, wenn sie durch B gehen, auch durch C gehen müssen. Also ist m selbst der Pol desjenigen Seilecks, welches, wenn es durch C geht, auch durch A und B gehen muss.

Beachtet man, dass die durch C gelegte Gerade uv eine beliebige ist, so gibt es für jede derselben einen einzigen Pol m. Weil man aber durch C unendlich viele Geraden legen kann, so gibt es auch unendlich viele Pole m, also auch unendlich viele Seilecke, welche durch A, B und C hindurchgehen. Die Punkte m liegen auf einer Kurve, deren Untersuchung hier belanglos ist. Ja auch dann, wenn in C zwei gleiche entgegengesetzt gerichtete Kräfte wirken, welche demnach eine Mittelkraft gleich Null haben, gibt es unendlich viele durch A, B und C hindurchgehende Seilecke.

Nur dann, wenn in C absolut keine Last wirkt, gibt es ein einziges durch A, B und C hindurchgehendes Seileck. Es ist also dieses Seileck nur ein Sonderfall.

Bedenkt man, dass noch die Punkte A und B belastet sein können, so sieht man, dass es dreimal unendlich vieleSeilecke gibt, welche durch die gegebenen Punkte hindurchgehen.

Wenn uns dies auch die Mathematik lehrt, so gibt es in praktischen Anwendungen dennoch nur eine einzige Lösung, z.B. wenn wir es mit einem Bogenträger mit zwei festen Gelenken und einem Scheitelgelenke zu thun haben. Derselbe besteht aus zwei Scheiben, welche den Punkt C gemeinschaftlich haben, wenn A und B die festen oder Auflagergelenke sind. Wirkt in der Scheibe zwischen A und B die Kraft K1 und in der Scheibe zwischen C und B die Kraft K2, haben beide C zum Angriffspunkt und P4 zur Mittelkraft, sind dx = K1 und xc = K2, wenn de = P4 ist, und liegt endlich der Punkt x auf L, so ist das Seileck AabcCdefB mit dem Pole m das einzige brauchbare.

Es kann nun P4 gleich Null sein, dann sind K1 und K2 entgegengesetzt einander gleich, und da man letzteren Kräften unendlich viele Werte und Richtungen geben darf, so gibt es dennoch auch dann unendlich viele Seilecke durch A, B und C, wenn also scheinbar keine Belastung vorhanden ist.

Die Schreibmaschine vom Standpunkt der Zweckmässigkeit ihrer Konstruktion.

(Schluss von S. 799 d. Bd.)

Von A. Beyerlen, Ingenieur.

Die bekanntesten Schreibmaschinen.

(In alphabetischer Reihenfolge.)

Wie eingangs schon bemerkt, sind etwa 38 Schreibmaschinen zur Zeit (d.h. im Jahre 1901) im Verkehr und in Verwendung, von welchen gesagt werden kann, dass sie mit Vorteil beruflich gebraucht werden können.

Alle diese Maschinen befriedigen, solange sie in guter Beschaffenheit sind, für alle Arten von Schreibarbeiten, mit wenig Ausnahmen.

Die Unterschiede in der Brauchbarkeit beziehen sich auf Aeusserlichkeiten, Form und Reinheit der Schrift, grössere oder kleinere Schreibschnelligkeit, grössere oder geringere Handlichkeit, und hängen von den im vorstehenden besprochenen Unterschieden in der Konstruktion, Anordnung des Farbstoffes, der Tasten und der Anbringung des ganzen Aufbaues der Maschine ab.

Die wesentlichsten und wichtigsten Unterschiede, von denen die Dauerhaftigkeit abhängt, beruhen in der technischen Gediegenheit der Konstruktion. Um eine Maschine nach dieser Richtung zu beurteilen, genügt es, sie nach diesen wichtigsten Eigenschaften zu prüfen. Eine Aufzählung der 38 Maschinen mit Angabe dieser wichtigsten Eigenschaften wird demgemäss den besten Ueberblick über das vorliegende Material geben, wobei auf dasjenige, was über die einzelnen Konstruktionsarten im allgemeinen Teil gesagt wurde, zu verweisen ist.

Besondere Eigentümlichkeiten einzelner Maschinen lassen sich jeweils im Zusammenhang kurz mit anfügen.

Es werden sonach im folgenden die Maschinen nacheinander aufgeführt und zwar der Leichtigkeit des Nachschlagens wegen nicht nach technischen Eigenschaften, sondern nach dem Alphabet geordnet.

Die Gesichtspunkte, welche als die wesentlichsten dabei berücksichtigt werden müssen, sind:

1. Konstruktionsart, ob Typenhebelmaschine oder Typenrad- bezw. Rotationsmaschine.

2. Vollkreistypenhebelmaschine oder Segmentmaschine.

3. Griffbrett nach der Universalanordnung oder nach einer anderen Anordnung.

4. Gerade oder gekrümmte Anordnung der Tasten.

5. Volltastatur oder Umschaltung, eine Umschaltung oder zwei oder mehrere.

6. Färbung, ob Farbkissen oder Farbband, Dauerfarbkissen oder Kissen zum Auftragen oder Aufstreichen der Farbe. Wenn Band, ob automatisch umsetzbar oder nicht.

7. Typenhebel, ob geführt oder frei schwingend.

8. Typenhebel, ob gerade bezw. in der Schwingungs- und Schwerebene angegriffen, oder seitlich gekröpft und mit seitlichem Kraftmoment angegriffen, schiefe Antriebe.

9. Type, im Anschlag geschlossen oder frei anschlagend.

10. Tasten, geführt oder nach der Seite beweglich.

11. Tasthebel, gerade oder seitlich gekröpft.

12. Typen verdeckt oder sichtbar anschlagend.

13. Stellzeiger oder Skalaablesung.

14. Typen und Tasten einzeln und leicht auswechselbar, ohne Justierung, oder nur in Gruppen auswechselbar und mit Umständlichkeiten und Justieren.

15. Tabulator oder Kolonnensteller.

Von den vorstehend genannten wichtigen Eigenschaften sind immer die voranstehenden die empfehlenswerteren.

1. Barloch-Schreibmaschine (Fig. 25).

Die Barlock-Schreibmaschine gehört zu den Segmenttypenhebelmaschinen, hat Volltastatur und im Anschlag geführte Typenhebel. Das Griffbrett ist nach der Universaltastatur geordnet, gerade Anordnung; sie hat Farbbandfärbung mit automatischer Umstellung. Typenhebel gerade. Type in der Schwerebene angreifend, jedoch meist schief angreifende Verbindungen. Type nicht geschlossen. Tasten nicht geführt, lassen seitliche Bewegung zu. Tasthebel gerade. Typen schlagen offen an, sichtbar schreibend. Einzelne Typen auswechselbar, erfordern jedoch Justieren. Ohne Tabulator.

2. Blickensderffer-Schreibmaschine (Fig. 26).

Rotationsmaschine mit anschlagendem Typenrade, Griffbrett gerade, aber nicht nach Universaltastatur angeordnet. Zweimalige Umschaltung. Färbung durch Farbkissen, leichtes bewegliches Farbröllchen. Type nicht geschlossen. Tasten nicht geführt, seitlich ausweichend, Tasthebel seitlich gekröpft. Sichtbar schreibend. Einzelne Typen nicht auswechselbar, dagegen ganze Schrift auswechselbar. Ohne Tabulator.

Typenkörper aus Hartgummi, leichte und billige Maschine.