Text-Bild-Ansicht Band 318

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u können, wie Fig. 4 zeigt, mittels der in Rohr l angeordneten Heizvorrichtung beheizt werden.

Der Dampfkessel a ist zwecks Beobachtung des Flüssigkeitsstandes im Kessel mit einer Schauöffhung, welche mittels Ventiles q (s. Fig. 5) verschlossen wird, sowie mit einem Sicherheitsventil p (s. Fig. 6) versehen. Nach Abschrauben des Ventils p kann der Kessel durch die Ventilöffnung mit einer beliebigen brennbaren Flüssigkeit gefüllt werden.

Textabbildung Bd. 318, S. 188
Textabbildung Bd. 318, S. 188

Durch die vorbeschriebene Konstruktion wird erreicht, dass man durch Abstellen des Hahnes i bezw. des Dampfgebläses die drei Flammen unter gewöhnlichem Gasdruck und zwar bei der in Fig. 3 dargestellten Stellung die Flamme bei o nur als Nährflamme brennen lassen kann. Die Arbeiterin vermag daher, da ja nach richtiger Einstellung der Hähne f, g, h der Apparat keine Bedienung weiter erfordert, beide Hände zum Aufsetzen des Strumpfes auf den Brenner und nach Oeffnen des Gebläsehahnes gleichfalls beide Hände zum Bedienen des Strumpfes zu benutzen. Ferner lässt sich die Brauseflamme durch gleichzeitige Einstellung der Gas- und Gebläseleitung absatzweise bezw. in stetigem Uebergange von der Nährflamme bis zur stärksten Blauflamme wie im Grossbetrieb mittels Pressgasgebläses am Anfang der Operation einstellen.

Bei der in Fig. 8 dargestellten Gebläsevorrichtung für Schmelzöfen ist der Dreiweghahn durch einen einfachen Absperrhahn ersetzt, das Gebläserohr direkt in den Kessel eingeschraubt und im Innern desselben bis zum Dampfraum hochgebogen worden. Ferner umschliesst die Gasleitung das Dampfstrahlgebläserohr konzentrisch bis zu den nahe am Ende des Brennerrohres angeordneten Luftlöchern, so dass das Brennstoff-Luftgemisch unter Mitreissen einer weiteren Luftmenge nach dem Austritt aus dem Brennerrohr mit ungeschwächter Kraft in den vor dem Gebläse stehenden Schmelzofen getrieben wird und erst im Innern des Ofens die Flammenbildung erfolgt.

Textabbildung Bd. 318, S. 188
Textabbildung Bd. 318, S. 188
Textabbildung Bd. 318, S. 188
Textabbildung Bd. 318, S. 188
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Französische Versuche mit Brinells Kugelprobe.

Das von Brinell erfundene Verfahren mittels Druckprobe mit einer Kugel nicht nur die Härte eines Materials, sondern auch seine Streckfähigkeit, Streckgrenze und Dehnbarkeit festzustellen (s. D. p. J. 1902, Bd. 317, S. 419), hat, wie zu erwarten war, in Kreisen, die mit Materialprobierungen sich beschäftigen, im höchsten Grade interessiert. Schon beim Materialprüfungskongresse in Budapest 1901 wurden Ergebnisse solcher Proben von französischer und russischer Seite mitgeteilt und gegenwärtigwird sowohl in der Mehrzahl der europäischen Länder wie in Amerika mit Versuchen nach diesem Verfahren gearbeitet. Besonders in Frankreich interessiert man sich lebhaft für derartige Versuche. Bei einem im Juli 1902 stattgehabten Zusammenkommen französischer Mitglieder des internationalen Verbandes für Materialprüfungen der Technik berichteten die Ingenieure Breuil und Charpy über umfangreiche Keinen von Kugelproben, die sie ausführten. Die von ihnen festgestellten Ergebnisse sind in manchen Richtungen von grossem