Text-Bild-Ansicht Band 318

Bild:
<< vorherige Seite

Tabelle.


Gruppe

Schmelz-
ung
No.
Gehalt des Gusseisens an
Stahl-
zusatz
v. H.

Zug-
festigkeit
kg/qmm

Biegungs-
festigkeit
kg/qmm

Silicium
v. H.

Schwefel
v. H.

Phosphor
v. H.

Mangan
v. H.
Gebundener
Kohlenstoff
v. H.

Graphit
v. H.
Gesamt-
Kohlenstoff
v. H.
I 1
2
1,43
1,50
0,047
0,065
0,564
0,532
0,82
0,33
0,67
0,64
3,14
2,44
3,81
3,08

25
16,20
21,40
32,2
35,9


II
3
4
5
6
7
1,76
1,76
1,77
1,83
1,75
0,062
0,139
0,069
0,100
0,089
0488
0,515
0,339
0,610
0,598
0,53
0,57
0,49
0,55
0,35
0,51
0,43
0,56
0,51
0,74
3,12
2,94
2,87
2.44
2,12
3,63
3.37
3,43
2,95
2,86

12 ½
12 ½
25
37 ½
15,57
19,00
22,80
25,80
21,20
30,9
35,0
39,5
41,5
39,6

III
8
9
10
11
1,96
2,12
2,16
1,97
0,104
0,037
0,060
0,093
0,446
0,410
0,315
0,470
0,44
0,26
0,20
0,48
0,63
0,38
1,06
0,57
3,18
3,26
2,30
2,83
3,81
3,64
3,36
3,40

12 ½
12 ½
37 ½
15,40
15,38
18,44
22,80
28,2
31,2
33,8
38,6

IV
12
13
14
2,35
2,53
2,36
0,061
0,104
0,064
0,515
0,490
0,327
0,56
0,54
0,24
0,54
0,60
1.08
3,40
2.56
2,15
3,94
3,16
3,23

25
25
15,44
23,44
22,20
27,8
36,0
40,5

besitzt, als No. 8, wo sich kein Stahlzusatz findet. No. 10 mit 1,06 v. H. gebundenem Kohlenstoff und 12 ½ v. H. Stahl zeigt eine geringere Festigkeit, als man erwarten sollte. Vor dem Schmelzen besassen alle 4 Güsse ungefähr den gleichen Mangangehalt von 0,5 v. H. Da nun No. 9 und No. 10 bedeutend weniger Mangan aufweisen, als No. 8 und 11, so ist die geringere Festigkeit der ersteren darauf zurückzuführen, dass das Schmelzen ihren Mangangehalt so sehr reduzierte.

Schliesslich lassen in Gruppe IV, No. 13 und No. 14, ein erhebliches Ansteigen der Festigkeit gegenüber No. 12 erkennen. –

Im allgemeinen ergibt sich, dass alle Proben von Güssen mit 25 v. H. Stahlzusatz fester sind, als diejenigen mit nur 12 ½ v. H. Eine Ausnahme bildet nur No. 5, die fester ist als zwei der Proben mit 25 v. H. Stahl.

Die Versuche wurden mit Roheisen, Ferrosilicium und Stahlspähnen angestellt; Gusseisenspähne wurden nicht verwandt, um eine bessere Kontrolle über den Gehalt an den einzelnen Elementen im Eisen zu haben. In einigen Fällen, wenn viel Stahl zugesetzt wurde, musste man Ferrosilicium zufügen, um den Gehalt an Silicium auf die gewünschte Höhe zu bringen. Um festzustellen, wie Ferrosilicium und Stahl sich mit dem Roheisen mischten, wurden von No. 13 zwei Proben entnommen. Das ganze enthielt 500 kg Stahl, 200 kg Ferrosilicium (mit 8,5 v. H. Silicium) und 1300 kg Roheisen. Von dem Guss wurden aus dem Cupolofen zu verschiedenen Zeiten Proben entnommen, von denen eine 2,53 v. H. und eine andere 2,54 v. H. Silicium aufwies. – Zwei in gleicher Weise von der No. 11 genommene Proben hatten 1,97 v. H. und 1,94 v. H. Silicium, wobei die Charge sich zusammensetzte aus 750 kg Stahl, 225 kg Ferrosilicium und 1025 kg Roheisen. – Proben vom Guss No. 2 mit 500 kg Stahl und 1500 kg Roheisen zeigten 1,50 v. H. und 1,52 v. H. Silicium. Diese drei Fälle geben hinreichend den Beweis, dass Roheisen, Stahl und Ferrosilicium sich innig gemischt haben. –

Obgleich die Versuche nur in geringer Zahl gemacht worden sind, so zeigen sie doch, dass ein Stahlzusatz von 25 v. H. die Festigkeit um ungefähr 50 v. H., ein solcher von 12 ½ v. H. sie um ungefähr 25 v. H. erhöht. Die Proben mit 37 ½ v. H. Stahl weisen kaum eine grössere Festigkeit auf, als die mit 25 v. H. Hiernach scheint die Grenze des für die Erhöhung der Festigkeit günstigsten Stahlzusatzes zwischen 25 und 37 ½ v. H. zu liegen.

A. K.

Eisemanns magnet-elektrischer Zündapparat für ein- und mehrzylinderige Motoren.

Bei diesem Apparat war der Grundgedanke massgebend, die Vorteile der „magnet-elektrischen-“ und die der „Akkumulatorenzündung miteinander zu vereinigen.

Wie Fig. 1 zeigt, besteht der Apparat aus zwei getrennten Teilen, und zwar dem Magnetinduktur m und der Transformatorspule i.

Ersterer ist eine gewöhnliche Wechselstrommaschine, in deren Anker a Stromstösse von niedriger Spannung erzeugt, und dann in die primäre Wicklung p der Transformatorspule i geleitet werden.

Um nun die zum Ueberspringen der Zündfunken an der Zündkerze nötige hohe Spannung in der sekundären Wicklung s zu erzielen, wird im Augenblick des Zündzeitpunktes der für gewöhnlich bestehende Kurzschluss k des Ankers durch die Nocken der Scheibe n aufgehoben, hierdurch fliesst der in diesem Augenblick in der Ankerwicklung entstehende Selbstinduktionsstrom zusammen mit dem Ankerstrom durch die primäre Wicklung p der Spule i, und bringt in der sekundären Wicklung p den Zündfunken hervor. Durch das passend gewählte Verhältnis der Wicklungen pund s der Transformatorspule entsteht ein heisser flammiger Funke, welcher auch bei hoher Kompression im Zylinder genügend Spannung besitzt, um stets sicher und genau bei der gewünschten Kolbenstellung überzuspringen, was auf die Nutzleistung, wie Versuche erwiesen haben, von wesentlichem Einfluss ist.

Textabbildung Bd. 318, S. 302

Bei dem Vierzylindermotor werden, wie Fig. 1 zeigt, die Zündfunken durch eine mit dem Stromerzeuger m synchron laufende Verteilerscheibe v durch Vermittelung der Schleif hebeln 1, 2, 3 und 4, die abwechselnd den Kupferring 5 berühren, in die einzelnen Zylinder 1a, 2b, 3c und 4d geleitet. Bei Einzylindermotoren dagegen gelangen die Funken, wie Fig. 2 zeigt, ohne Weiteres zu Kerze b.

Textabbildung Bd. 318, S. 302

Ein grosser Vorzug dieser Zündung ist der, dass, wie eingangs erwähnt, in der Ankerwicklung nur Ströme von verhältnismässig niedriger Spannung kreisen, während die Erzeugung der zum Ueberspringen der Funken nötigen hohen Spannung in die leicht und sicher zu isolierende Spule i verlegt ist.

Durch diese Anordnung wird das bei der gewöhnlichen magnetelektrischen Zündung schon beobachtete, durch die Schwierigkeit einer sicheren Ankerisolation für hohe Spannungen bedingte häufige Durchschlagen der Ankerwicklung vermieden.

Die Verstellung des Zündzeitpunktes, zum Zwecke der Vor- oder Nachzündung erfolgt in der Weise, dass die Stellung der Induktorwelle gegenüber derjenigen der Kurbelwelle geändert wird.

Zu erwähnen ist noch, dass hier keine besonderen Zündkerzen nötig sind, sondern jede im Handel befindliche Kerze ohne weiteres verwendet werden kann.

K.