Text-Bild-Ansicht Band 318

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Schmierung des Kurbelzapfens und der Geradführung erfolgt. Die Schmierung der Kolbenstange geschieht mit einer ganz geringen Oelmenge und ist die Stopfbüchse so ausgeführt, dass ein Eindringen des Oels in das Innere des Zylinders als ausgeschlossen gelten darf.

Textabbildung Bd. 318, S. 383

Der Kompressorzylinder besteht aus einem gusseisernen Zylinder, an welchem seitwärts je ein Saug- und Druckkanal angegossen ist. Diese Kanäle sind mit angegossenen Flanschstutzen versehen, an welche die Saug- resp. Druckleitung vermittels eines Krümmers anschliesst.

Seitlich an den Saug- und Druckkanälen sind mittels Verschraubungen die kleinen Leitungen für die Manometer angesetzt. Der Zylinder hat an der Hinterseite angegossen eine Platte, mittels deren er am Kondensatorgehäuse angeschraubt wird.

Die Deckel sind in normaler Weise kugelförmig ausgebildet und münden die Oeffnungen der Ventilgehäuse in die sämtlichen Verbindungskanäle des Zylinders. Der Zylinder hat keine Wasserkühlung, und hat sich trotzdem im Betrieb der Maschine hieraus niemals ein Uebelstand ergeben. Die Stopfbüchse dagegen ist mit seitlichen Kühlwasserkammern versehen, die durch flache Deckel nach aussen abgedichtet sind. In die eine Kammer tritt das Wasser seitlich ein, durchströmt dieselbe, tritt durch einen Verbindungskanal in die andere Kammer über und verlässt diese seitlich oben durch ein Abflussrohr.

Ingenieur Semmler hat sich ausserdem noch eine andere Einrichtung als Gebrauchsmuster 167513 schützen lassen, welche in Fig. 9 schematisch dargestellt ist.

Dem Verdampfer d1, welcher in der Form von gusseisernen Rippenrohren ausgeführt ist, strömt die flüssige schweflige Säure, durch Leitung d vom Kondensator kommend, durch das Regulierventil e1 und Leitung e zu. Am Ende der Saugleitung a, zwischen dieser und der Leitung zum Kompressor c, ist ein Gefäss b1 eingeschaltet, welches eine Erweiterung dieser Leitung und zugleich eine Vergrösserung der Kühlfläche darstellt. Die Gase treten in dasselbe durch das Tauchrohr b ein und werden oben durch einen seitlichen Stutzen durch die Leitung c abgesaugt. Infolge des grösseren Querschnittes dieser Flasche erhalten die Gase eine bedeutend kleinere Geschwindigkeit und können etwa mitgerissenen Schmutz, Sand u. dergl. aus den Verdampferrohren absetzen, sowie auch etwa mitgerissene schweflige Säure, die dann in der Flasche nach verdampft.

(Schluss folgt.)

Kleinere Mitteilungen.

Wasserstands-Panzer

(Vorrichtung zum Schutz und zur erhöhten Sichtbarkeit für Wasserstände. Patent v. Rekowsky).

Ein Apparat, welcher zur Verhütung von Unfällen im Dampfkesselbetriebe dienen soll, wird von dem Ingenieur Th. v. Rekowsky, Berlin, in den Handel gebracht.

Textabbildung Bd. 318, S. 383
Textabbildung Bd. 318, S. 383
Textabbildung Bd. 318, S. 383
Textabbildung Bd. 318, S. 383

Der Apparat (Fig. 1 u. 2) ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass das Wasserstandsglas W (Fig. 2) durch eiserne Schutzwände s nicht nur nach dem Heizerstande, sondern auch nach den Seiten zu, abgedeckt wird, das Wasserstandsniveau aber dennoch durch die optische Wirkung eines metallenen Hohlspiegels H, welcher sich hinter dem Wasserstandsglase befindet, dem Auge vom Heizerstande aus bedeutend verbreitert sichtbar bleibt.

Die Befestigung der Schutzwände ist vermittelst zweier Schraubenbolzen mit Flügelmuttern derartig getroffen worden, dass die Freilegung des Glases eine Augenblickssache ist, auch kann der Austausch des Hohlspiegels in wenigen Minuten bewirkt werden. Die Klemmvorrichtung, welche den ganzen Apparat trägt und an der unteren oder oberen Stopfbüchsenmutter befestigt werden kann, erfährt durch die Ausbildung von Rechts- und Linksgewinden beim Bruch des Glases durch den auf die Schutzwände wirkenden Dampfdruck event. eine weitere Pressung an die Stopfbüchsenmutter, so dass ein Fortschleudern des Apparates ausgeschlossen ist. Die eisernen Bügel der Schutzwände verleihen