Text-Bild-Ansicht Band 318

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Die Kühlmaschinen auf der Düsseldorfer Ausstellung.

Von Prof. Alois Schwarz in Mähr.-Ostrau.

(Schluss von S. 383 d. Bd.)

Die Firma Koch & Wellenstein, Ratingen, hatte eine geschlossene Ammoniak-Kühlmaschine, nach den Patenten von George F. Knox gebaut, im Restaurant des Münchener Bürgerbräu ausgestellt.

Textabbildung Bd. 318, S. 406
Textabbildung Bd. 318, S. 406

Diese sogenannte geschlossene Bauart ist aus Fig. 10 und 11 ersichtlich. Der Kondensator ist in einem viereckigen gusseisernen Gehäuse untergebracht, welches gleichzeitig als Fundament für die Maschine dient. Die Kompressoren sind auf dem Deckel dieses Gehäuses montiert und zwar auf einem geschlossenen Kasten, in welchem sich der Antriebsmechanismus befindet. Die Kurbelwelle mit aussen freisitzendem Schwungrad und andererseits der Kurbelscheibe versehen, ist auf dem einen Ende an dem Kondensatorkasten angebracht und treibt mittels der Pleuelstange einen Balanzier an, der in dem Kasten unter den beiden Kompressoren sich befindet. Von diesem aus werden die Kolben durch Kolbenstangen bewegt, welche innerhalb derselben mittels Kugelgelenk befestigt sind. Kurbelwelle, Pleuelstange, Kurbel und Hauptlager für den Balanzier befinden sich in einem geschlossenen Gehäuse, welches mit Oel halb gefüllt ist, so dass sämtliche bewegten Teile dauernd in einem Oelbad laufen. Der Raum unter den Kompressoren steht mit derSaugleitung in Verbindung, und ist die Stelle in dem Gehäuse durch eine Stopfbüchse abgedichtet, in der sie eine oszillierende Bewegung ausführt.

Textabbildung Bd. 318, S. 406

Das Patent der Maschine beruht auf einer Einrichtung zur Abscheidung von Oel und etwa mitgerissenem flüssigen Ammoniak, darin bestehend, dass 2 Kammern rechts von dem Kompressor angeordnet sind, deren eine für das angesaugte Ammoniak, die andere für das komprimierte Ammoniak bestimmt ist. Beide sind durch eine Zwischenwand getrennt, so dass ein Uebertritt der Wärme aus dem komprimierten in das angesaugte Ammoniak stattfindet, wodurch einerseits eine Trocknung der angesaugten Dämpfe, andererseits eine Kühlung der komprimierten Dämpfe erreicht werden soll, wodurch das Abscheiden von Oel und mitgerissenem Ammoniak befördert werden soll. Die Kammer für das komprimierte Ammoniak ragt ausserdem in das Kühlwasser des Kondensators hinein, wodurch eine weitere Kühlung erzielt wird. Eine weitergehende Trocknung des Ammoniaks soll nach dem D. R.-P. 118285 auch noch dadurch erzielt werden, dass die aus dem Verdampfer angesaugten Dämpfe, wie in Fig. 12 dargestellt, durch eine im ' Kondensator angebrachte Rohrschlange R1 angesaugt werden.