Text-Bild-Ansicht Band 324

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360 Periodengraden, so wird: 1 mm Winkelabweichung am Rad. 2380 mm = 0,868 Periodengraden.

Diese Darstellung (vgl. Fig. 58) ermöglicht die Beurteilung etwa fließender Ausgleichströme.

Resultate.

Die Versuchsresultate sind in Tabelle VI und in Fig. 58 zusammengestellt Dazu sei folgendes bemerkt:

Vier Schwingungen pro Umdrehung waren nie zu konstatieren. Beim Uebergang von 45 Amp. zu 50 Amp. Belastung verschwand plötzlich die erste Schwingung. Bei 100 Amp. Belastung war die zweite Schwingung sehr gering, ihr Anwachsen war aber sofort bei Belastungsänderungen zu bemerken (8 mm). In Fig. 58 wurden die beobachteten Winkelabweichungen graphisch aufgetragen, und zwar wurden dazu gute Diagramme von möglichst maximaler Amplitude gewählt. Die zu der beobachteten Winkelabweichung ξk'' notwendigen Geschwindigkeitsänderungen am Rad. 2380 mm sind darunter dargestellt. Sie wurden berechnet aus der Umkehrung der früher abgeleiteten Beziehungen:

Dabei ist für Kolbendampfmaschinen

, somit

v1'' max = – 8,74 ξ1'' max

v2'' max = – 17,48 ξ2'' max

v3'' max = – 26,22 ξ3'' max.

Tabelle VI.

Maschinenbe-
lastung bei
5000 V.
Gemessene Ampli-
tude am Rad.
2380 mm in mm.

Phasenwinkel.

Schwingungen
pro Umdrehung.

Leerlauf mit
Erregung
22
11–16,5
0,75 = 0
230°
175°
1
2
3

½ Bel. =
50 Amp.

11–12,5
1–2

115°
1
2
3

1/1 Bel. =
100 Amp.
19–22
1,2–2,5–(8)
185°
40°
1
2
3

Zur Belastung diente eine Synchronumformer, der eine Batterie mit Strom versorgte und auf den der Generator allein geschaltet war.

Folgerungen.

Bei Leerlauf mit Erregung- folgt die Maschine noch am meisten dem aus dem Tangentialdruckdiagramm sich ergebenden Winkelabweichungsgesetz.

Bei halber Belastung (50 Amp.) schwingt der Kranz mit einer Periode = ½ Umdrehung,

bei voller Belastung (100 Amp.) mit einer Periode = 1 Umdrehung.

Hier sei besonders darauf hingewiesen, daß die Kenntnis des sogenannten „Ungleichförmigkeitsgrades“ noch keinen Maßstab für die dem Elektriker vor allem wichtige Winkelabweichung gibt. Es ergab z.B. bei Vollbelastung:

Das Tangentialdruckdiagramm

δ = 1/260 u. 6,5° max. Winkelabweichung,

die Messung am Schwungrad

δ = 1/450 u. 5,0° Winkelabweichung.

Ein bedeutenderes „Pendeln“ der Maschine war nicht zu konstatieren. Dies war auch nicht zu erwarten, da der Synchronumformer dämpfend wirken mußte. Ein verstärktes Pendeln könnte erst beim Parallelbetrieb zweier Antriebsmaschinen auftreten.

3. Anwendungsgebiete.

Wie aus dem bisher Mitgeteilten hervorgeht, ist der Resonanz-Undograph geeignet, kleine, in raschen, stets gleichen Perioden wiederkehrende Winkelabweichungen zu messen.

Beispiele für seine Anwendungsmöglichkeit sind bei Verwendung eines Apparates:

die Messung des Ungleichförmigkeitsgrades einer Maschine an einer beliebigen Stelle, wie z.B. Welle, Schwungradkranz, Steuerwelle;

bei Anwendung zweier, gleichzeitig arbeitender Apparate:

die Messung des Einflusses der Riemenübertragung auf den Ungleichförmigkeitsgrad,

die Messung des Pendelns von Drehstrommaschinen,

die Messung von Torsionsschwingungen.

Auch als Torsionsindikator kann der R.-U. verwendet werden, jedoch muß die konstante Verdrehung durch zwei Kontaktvorrichtungen, die die Zeitschreiber betätigen, gemessen werden. Einen Vorteil besitzt der R.-U. für diese Verwendung dadurch, daß er, unbeschadet dazwischen liegender Lager oder anderer Maschinenteile, an jede zugängliche Wellenstelle, gleichgültig von welchem Durchmesser, angelegt werden kann.

Das Schweißen von Grobblechen.

Aus einem Artikel der Teknisk Tidkrift von Ingenieur Per Boethius.

(Schluß von S. 586 d. Bd.)

In einem modern eingerichteten Schweißwerke mit vielseitiger Fabrikation findet man im allgemeinen Spezial-Schweißmaschinen für die verschiedenen Zwecke. Diese Schweißmaschinen sind sowohl beweglich als ortsfest angeordnet. Die ersteren sind einfacher konstruiert als die ortsfesten, da sie möglichst leicht für verschiedene Verwendungsgebiete gebraucht werden sollen und zwar hauptsächlich in solchen Fällen, in denen früher der Handschmied eingreifen mußte. Die ortsfesten Anlagen sind häufig recht kompliziert, oft auch für ganz spezielle Fabrikationen konstruiert. Bei letzteren Konstruktionen kommt es in vielen Fällen darauf an, jede Handarbeit und jede mit der letzteren verbundene Geschicklichkeit auszuschließen.

Fig. 6 zeigt eine einfache bewegliche Anordnung für Gasschweißung. Die Brenner B sind auf ihrem Gas- und Luftzuführungsrohr R aufgehängt und das Ganze ist wieder auf einem Wagen V oder einem Block L montiert; der Wagen läuft auf einem Balken. Diese Anordnung eignet sich besonders zum Einschweißen von Böden in größere Behälter. Jeder Brenner muß für sich bedient werden. Das Hämmern geschieht mit der Hand.